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Die
Notre-Dame-dels-Prats geweihte Pfarrkirche befand sich früher im Innern der
Befestigungsmauern, im süd-westlichen Teil der Umfriedung.
Das Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der mächtige Glockenturm lässt sie
von weither erkennen. Sie ist der Heiligen Jungfrau geweiht, die hier den
Namen "Nostra Senyora dels Prats" trägt. Die Kirche wurde bereits 920 erwähnt
und im 14. Jahrhundert in einem gotischen, im Departement recht selten
auftretenden Stil, fast vollständig wieder aufgebaut,.
Argelès ist ein Beispiel für diesen Architekturstil im Roussillon:
- ein mächtiges Hauptschiff, das sich für die Predigt eignet;
- neun Seitenkapellen, die der Entstehung eines individuellen Bürgertums und
der verstärkten Heiligenverehrung entsprechen;
- die strenge Nüchternheit des Gebäudes ersetzt äusserliche Dekorationen und
Schnörkel durch die Schlichtheit der architektonischen Linienführung.
Die Kirche zählt insgesamt 103 Kunstwerke, die etwa dreissig Heilige
darstellen. Im Verlauf der Jahrhunderte hat die Kirche zahlreiche Umwandlungen
erfahren.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Bauwerk neugestaltet. Das romanische Tor
wird an seinen heutigen Platz (im Osten) versetzt. Die behauenen Granitsteine
der Apsis aus dem 14. Jahrhundert werden wiederverwendet. Eine Erhebung
erlaubt die Überwölbung des Hauptschiffes. Das Deckengewölbe und das Dach
wurden Ende des 18. Jahrhunderts renoviert. Die Restauration wird auch heute
weitergeführt mit der Instandsetzung des Daches, des Glockenturms und der
Fassaden, des Gewölbes, der Decke und der Beleuchtung.
Die Instandsetzung der Fussböden des Kirchenschiffes und der Kapellen sowie
die Restaurierung der Kapellen hat im ersten Quartal 2004 begonnen. |
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